Mit welcher heute lebenden Vogelgruppe war der Dodo besonders eng verwandt?
Der Dodo (Raphus cucullatus) sah mit seinem massigen Körper, kräftigen Schnabel und seiner Flugunfähigkeit kaum wie eine Taube aus. Tatsächlich entwickelte er sich jedoch aus taubenartigen Vorfahren und gehört zur Verwandtschaft der Taubenvögel. Als nächster heute lebender Verwandter gilt die farbenprächtige Nikobarentaube (Caloenas nicobarica), die in Süd- und Südostasien vorkommt. Die Ähnlichkeit ist äußerlich kaum zu erkennen - gerade deshalb eignet sich die Verwandtschaft hervorragend als Quizfrage. Der Dodo lebte ausschließlich auf Mauritius im Indischen Ozean. Dort entwickelte er sich über lange Zeit ohne größere landlebende Fressfeinde zu einem großen, bodenbewohnenden und flugunfähigen Vogel. Nach der dauerhaften Ankunft von Menschen änderte sich das schnell. Neben der Jagd waren insbesondere eingeschleppte Tiere wie Schweine, Ratten, Hunde und Katzen problematisch, weil sie Dodos beziehungsweise deren Eier und Nachwuchs gefährdeten. Die letzte allgemein als zuverlässig geltende Sichtung stammt aus dem Jahr 1662. Übrigens war der Dodo wahrscheinlich keineswegs der extrem fette und unbeholfene Vogel vieler klassischer Illustrationen. Neuere Rekonstruktionen gehen von einem schlankeren und beweglicheren Tier von ungefähr 70 Zentimetern Höhe und etwa 12 Kilogramm Körpergewicht aus.
Der Dodo war ein flugunfähiger Inselvogel aus der Verwandtschaft der Tauben. Als nächster heute lebender Verwandter gilt die Nikobarentaube.


