Welcher Erfinder entwickelte den modernen Reißverschluss mit ineinandergreifenden Verschlusselementen?
Der schwedischstämmige Ingenieur Gideon Sundback entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts frühere Verschlusssysteme entscheidend weiter. Sein System verwendete zwei Reihen kleiner, ineinandergreifender Elemente, die durch einen beweglichen Schieber miteinander verbunden beziehungsweise wieder getrennt wurden - das Grundprinzip des modernen Reißverschlusses. Am 27. August 1914 meldete Gideon Sundback in den Vereinigten Staaten seinen verbesserten „Separable Fastener“ zum Patent an. Das US-Patent Nr. 1.219.881 wurde ihm am 20. März 1917 erteilt. Die Konstruktion bestand aus flexiblen Bändern mit zahlreichen einzelnen Verschlusselementen. Ein Schieber führte diese beim Bewegen zusammen und sorgte dafür, dass sie ineinandergriffen; in der entgegengesetzten Richtung wurden sie wieder getrennt. Genau dieses Funktionsprinzip beschreibt auch Sundbacks Patent. Gideon Sundback war allerdings nicht der erste Mensch, der an einem solchen Verschluss arbeitete. Seine Leistung bestand darin, bestehende Konzepte so erheblich zu verbessern, dass daraus die Konstruktion hervorging, die dem heutigen Reißverschluss sehr nahekommt. Das National Inventors Hall of Fame beschreibt ihn entsprechend als den Ingenieur, der Whitcomb Judsons Vorarbeiten praktisch und kommerziell erfolgreich machte. Der englische Begriff „zipper“ entstand übrigens erst später: Die B. F. Goodrich Company verwendete Sundbacks Verschluss an einem Gummistiefel und prägte dafür den Namen, der anschließend allgemein gebräuchlich wurde.
Gideon Sundback entwickelte den modernen Reißverschluss mit ineinandergreifenden Verschlusselementen.


