Welcher französische Erfinder schuf 1827 die älteste erhaltene Fotografie, die mit einer Kamera aufgenommen wurde?
Der französische Erfinder Joseph Nicéphore Niépce experimentierte bereits ab den 1810er-Jahren damit, Bilder mithilfe von Licht dauerhaft festzuhalten. Sein Verfahren bezeichnete er als Héliographie - „Sonnenschrift“. 1827 entstand auf seinem Anwesen Le Gras in Burgund das berühmte Bild „View from the Window at Le Gras“. Es zeigt Gebäude, Bäume und den Hof, die Niépce aus einem Fenster seines Arbeitszimmers fotografierte. Das Harry Ransom Center bezeichnet es als die früheste heute erhaltene Fotografie, die mithilfe einer Camera obscura erzeugt wurde. Niépce beschichtete dafür eine Zinnplatte mit lichtempfindlichem Bitumen und setzte sie in eine Camera obscura ein. Die notwendige Belichtungszeit war enorm und dauerte nach heutiger Beschreibung des Harry Ransom Center mehrere Tage. 1829 schloss sich Joseph Nicéphore Niépce mit Louis Jacques Mandé Daguerre zusammen. Nach Niépces Tod 1833 entwickelte Daguerre die Technik weiter und präsentierte 1839 die deutlich praktischere Daguerreotypie, die anschließend die weltweite Verbreitung der Fotografie auslöste. Darum ist die vereinfachte Frage „Wer erfand die Fotografie?“ historisch nicht völlig eindeutig. Für die älteste erhaltene dauerhafte Kamerafotografie ist Joseph Nicéphore Niépce jedoch die klare Antwort.
Joseph Nicéphore Niépce schuf 1827 die älteste erhaltene Fotografie, die mit einer Kamera aufgenommen wurde.


