Welcher Schweizer Ingenieur entwickelte den modernen Klettverschluss nach dem Vorbild von Kletten?
Die Idee für den modernen Klettverschluss kam dem Schweizer Ingenieur Georges de Mestral Anfang der 1940er-Jahre. Nach einem Ausflug bemerkte er, dass sich Kletten hartnäckig an seiner Kleidung und am Fell seines Hundes festgesetzt hatten. Unter dem Mikroskop entdeckte Georges de Mestral den entscheidenden Mechanismus: Die Kletten besitzen winzige Haken, die sich in Schlaufen von Stoff und Tierfell verfangen. Er versuchte daraufhin, dieses natürliche Prinzip technisch nachzubilden – ein frühes und berühmtes Beispiel für Bionik beziehungsweise Biomimikry. Daraus entstand ein Verschlusssystem mit zwei unterschiedlichen Oberflächen: Eine Seite besitzt zahlreiche kleine Haken, die andere viele Schlaufen. Beim Zusammendrücken greifen sie ineinander und können anschließend wieder voneinander getrennt werden. Georges de Mestral meldete seine Erfindung 1951 in der Schweiz zum Patent an; in den USA erhielt er 1955 ein entsprechendes Patent. Für sein Produkt schuf er den Namen VELCRO® aus französischen Begriffen für Samt und Haken. VELCRO® ist dabei eine Marke; die allgemeine Bezeichnung für die Technik ist Klettverschluss beziehungsweise hook-and-loop fastener.
Georges de Mestral entwickelte den modernen Klettverschluss nach dem Vorbild von Kletten.


