Was besaß Dunkleosteus anstelle echter Zähne?
Dunkleosteus terrelli war ein gewaltiger räuberischer Panzerfisch, der während des späten Devon vor mehr als 350 Millionen Jahren in den Meeren lebte. Er gehörte zu den Placodermen, einer frühen Gruppe kiefertragender Wirbeltiere. Sein furchteinflößendes Maul täuscht allerdings: Dunkleosteus besaß keine echten Zähne. Stattdessen bildeten Teile seiner Kieferknochen große, messerscharfe Schneidekanten. Das Cleveland Museum of Natural History beschreibt diese Kiefer ausdrücklich als klingenartige Knochenstrukturen, die sich beim Öffnen und Schließen des Mauls gegenseitig schärften. Dadurch funktionierten Ober- und Unterkiefer ein wenig wie eine gewaltige Schere. Neuere anatomische Forschung untersucht diese ungewöhnlichen, beilartigen Kieferstrukturen erneut und bestätigt, dass Dunkleosteus einen hochspezialisierten Kauapparat besaß, der sich deutlich von den Zahngebissen moderner Haie oder Raubfische unterschied. Auch sein Aussehen lässt sich nicht vollständig rekonstruieren: Fossil erhalten sind vor allem die stark verknöcherten und gepanzerten Bereiche von Schädel und Vorderkörper, während der hintere Körper wesentlich schlechter bekannt ist. Deshalb haben sich wissenschaftliche Rekonstruktionen von Dunkleosteus in den letzten Jahren deutlich verändert.
Dunkleosteus hatte keine echten Zähne, sondern scharfkantige Knochenplatten beziehungsweise Kieferknochen mit Schneidekanten.


