Wie heißt die japanische Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold sichtbar zu reparieren?
Kintsugi ist eine traditionelle japanische Technik zur Reparatur zerbrochener oder beschädigter Keramik. Die Bruchstellen werden mit Urushi-Lack verbunden und anschließend unter anderem mit Goldpulver hervorgehoben. Statt die Beschädigung möglichst unsichtbar zu machen, werden die Risse dadurch bewusst zu einem Bestandteil des Aussehens. Der Begriff Kintsugi bedeutet wörtlich ungefähr „goldene Verbindung“ beziehungsweise „goldenes Zusammenfügen“. Die Technik steht eng mit der japanischen Ästhetik des Wabi-Sabi in Verbindung, bei der auch Vergänglichkeit und Unvollkommenheit als Teil der Schönheit eines Gegenstandes betrachtet werden. Kintsugi wird in Japan bereits seit Jahrhunderten praktiziert. Die Japan National Tourism Organization beschreibt die Technik als jahrhundertealte Methode, bei der die „Narben“ eines reparierten Gegenstandes nicht versteckt, sondern mit Gold hervorgehoben werden.
Kintsugi macht Bruchstellen mit Lack und Gold sichtbar und verbindet Reparatur mit japanischer Ästhetik.


