Womit trieb sich Hesperornis hauptsächlich durch das Wasser an?
Hesperornis war ein großer, flugunfähiger Wasservogel der späten Kreidezeit. Seine Flügel waren stark zurückgebildet, während seine Hinterbeine außergewöhnlich kräftig und an das Schwimmen angepasst waren. Anatomische Untersuchungen ordnen Hesperornithiformes deshalb als hochspezialisierte fußgetriebene Taucher ein. Anders als Pinguine erzeugte Hesperornis seinen Hauptvortrieb unter Wasser also nicht mit den Flügeln. Seine kräftigen Beine übernahmen diese Aufgabe – ähnlich dem Grundprinzip heutiger Seetaucher oder Lappentaucher. Die Entwicklung dieser extremen Tauch-Anpassungen ging bei Hesperornis mit dem vollständigen Verlust der Flugfähigkeit einher. Noch ungewöhnlicher war sein Schädel: Hesperornis besaß echte Zähne. Untersuchungen seiner fossilen Bezahnung zeigen dünnen Zahnschmelz und eine besondere Befestigung der Zähne im Kiefer – eine Kombination, die bei heutigen Vögeln vollständig verschwunden ist.
Hesperornis war ein flugunfähiger Tauchvogel der späten Kreidezeit, dessen Hauptantrieb im Wasser von den kräftigen Hinterbeinen kam.


