Warum konnte sich Megatherium auf seine Hinterbeine aufrichten?
Megatherium americanum war eines der größten bekannten Bodenfaultiere. Es konnte bis zu etwa vier Tonnen wiegen – ungefähr so viel wie ein großer Elefantenbulle. Aufgerichtet auf den Hinterbeinen erreichte es eine Höhe von rund 3,5 Metern. Seine gewaltigen Hinterbeine und der kräftige Schwanz ermöglichten es Megatherium, seinen Vorderkörper aufzurichten. Dadurch konnte es mit seinen langen Vorderarmen höhere Vegetation erreichen und Äste zu sich heranziehen. Auch das American Museum of Natural History beschreibt das Aufrichten als Möglichkeit, Blätter und Früchte höherer Äste zu erreichen. Trotz seiner gewaltigen Krallen war Megatherium nach den verfügbaren Isotopen- und Ernährungsdaten überwiegend beziehungsweise wahrscheinlich vollständig pflanzenfressend. Chemische Untersuchungen seiner Zähne sowie weitere Ernährungsanalysen sprechen klar für eine herbivore Lebensweise. Megatherium lebte in Südamerika. Fossilien von Megatherium americanum sind unter anderem aus Argentinien, Uruguay und Bolivien bekannt. Die Art überlebte bis ungefähr an den Übergang vom Pleistozän zum Holozän und existierte damit zeitgleich mit Menschen in Südamerika.
Megatherium konnte sich mit Hinterbeinen und Schwanz abstützen, um höher wachsende Blätter, Früchte und Äste zu erreichen.


