Welcher heute lebende Vogel gehört zu den engsten Verwandten der Terrorvögel wie Phorusrhacos?
Phorusrhacos longissimus gehörte zu den Phorusrhacidae, den berühmten „Terrorvögeln“. Diese großen, überwiegend flugunfähigen Raubvögel gehörten während großer Teile des Känozoikums zu den bedeutenden Landräubern Südamerikas. Phorusrhacos selbst lebte im Miozän im heutigen Argentinien. Ihre nächsten heute lebenden Verwandten sind überraschenderweise die Seriemas aus Südamerika. Diese langbeinigen Laufvögel gehören zur Familie Cariamidae und werden in wissenschaftlichen Untersuchungen als nächste lebende Vergleichsgruppe der Phorusrhaciden verwendet. Der Größenunterschied ist allerdings enorm. Phorusrhacos konnte ungefähr 2,4 Meter hoch werden und besaß einen gewaltigen Schädel von rund 65 Zentimetern Länge. Seine kräftigen Beine, der große Kopf und der stark nach unten gebogene Schnabel zeigen deutlich seine räuberische Spezialisierung. Biomechanische Untersuchungen anderer Terrorvögel zeigen außerdem, dass ihre Schädel besonders gut Belastungen bei senkrechten Schlägen mit dem Schnabel verkrafteten. Wahrscheinlich attackierten zumindest einige Phorusrhaciden ihre Beute mit gezielten, kraftvollen Abwärtsschlägen.
Zu den nächsten heute lebenden Verwandten der Terrorvögel wie Phorusrhacos gehören die südamerikanischen Seriemas.


